Pressemitteilungen 2011

Senioren-Union: "Deutschlands Freiheit wird in den Großstädten verteidigt"

Senioren-Union-Chef Prof. Otto Wulff nennt Zunahme von Eigentumsdelikten "besorgniserregend"

Der leichte Rückgang der Zahl der Straftaten in Deutschland auf knapp unter sechs Millionen im Jahr 2010 ist nach Ansicht der Senioren-Union "kein Grund zur Entwarnung." Der Vorsitzende der zweitgrößten CDU-Bundesvereinigung (57000 Mitglieder), Otto Wulff (CDU), nannte vor allem die Zunahme der Eigentumsdelikte um 6,6 Prozent "besorgniserregend".

Zur heute von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in Berlin veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik 2010 erklärte Wulff:

"Es ist erschreckend: Laut Umfragen fühlt sich jeder dritte Bürger nach Einbruch der Dunkelheit auf Deutschlands Straßen nicht mehr sicher. Der leichte Rückgang der Kriminalität insgesamt ist überhaupt kein Grund zur Entwarnung - zumal die Zahl der Eigentumsdelikte in einem besorgniserregenden Maße zugenommen hat. Immer häufiger werden Rentner die Opfer von Einbrechern, Dieben oder Handtaschenräubern, weil sie sich am Wenigsten zur Wehr setzen können. Ältere Menschen trauen sich abends kaum noch auf die Straße oder in öffentliche Verkehrsmittel."

Der CDU-Politiker forderte deshalb mehr sichtbare Polizei-Präsenz vor allem in den Großstädten:

"An der Sicherheit darf nicht gespart werden. Es ist richtig, dass Deutschlands Freiheit auch am Hindukusch verteidigt wird. Vor allem aber muss die Freiheit unserer Bürgerinnen und Bürger angesichts der nach wie vor alarmierend hohen Kriminalität in unseren Städten verteidigt werden. Ein Land, in dem sich ältere Menschen abends nicht mehr vor die Haustür trauen, ist nicht frei. Es fehlen Fußstreifen, es fehlt der "gute alte Schupo" an der Ecke, der allein schon durch seine Präsenz Ganoven abschreckt."

Berlin, 20.05.2011