Pressemitteilungen 2013

Immobilienfinanzierung kann sich auch im Alter rechnen

Kreditwirtschaft muss sich auf demografischen Wandel einstellen

Der Bundesvorsitzende der CDU-Senioren-Union (SU), Prof Otto Wulff, hat kritisiert, dass es für viele Ruheständler selbst bei einem vergleichsweise guten Alterseinkommen oft schwierig ist, ein größeres Bankdarlehen zu erhalten - sei es für den altersgerechten Umbau der eigenen vier Wände oder den Erwerb von Eigentum etwa in einer Wohngemeinschaft mit anderen älteren und jüngeren Menschen ("Mehrgenerationen-Haus"). Nur wenige Institute hätten bislang spezielle Angebote im Programm.

In einer heute in Berlin veröffentlichten Erklärung betonte der CDU-Politiker: "Auch die Kreditwirtschaft ist gut beraten, sich auf den demografischen Wandel einzustellen und maßgeschneiderte Finanzierungen für Seniorinnen und Senioren aufzulegen. Angesichts der niedrigen Zinsen und steigenden Lebenserwartung kann sich ein Haus- oder Wohnungskauf auch im Alter rechnen - an Stelle von Mietzahlungen. Allerdings sollten nach Abzug der Belastungen noch mindestens 700 Euro pro Person für den Lebensunterhalt übrig bleiben und die Raten  spätestens mit 75 Jahren zurückgezahlt sein."

Prof. Wulff erinnerte daran, dass ein heute 60 Jahre alter Mann im Schnitt noch weitere 21 Jahre lebe. Eine gleichaltrige Frau habe sogar eine durchschnittliche Lebenserwartung von noch 25 Jahren.

Der Chef der Senioren-Union: "Für die Kreditwirtschaft ist die Ü60-Generation in der Regel eine sichere Bank. Denn Senioren verfügen in der Regel über regelmäßige sichere Einkünfte in Form von Rente oder Pension. Im Sterbefall ist dann in den meisten Fällen eine werthaltige Sicherheit gegeben. Außerdem bietet es sich an, spätere Erben in eine Finanzierung nach Maß einzubinden, indem diese sich verpflichten, die fast oder sogar schon ganz abbezahlte Immobilie einmal zu übernehmen." Hätte die Kreditwirtschaft in den vergangenen Jahren bei der Kreditvergabe im Bausektor solche Vorgaben bei der Absicherung der Verbindlichkeiten generell verlangt, die man bei Senioren als nicht genügend erachtet, dann hätte es keine Finanzkrise gegeben.

Berlin, 04.04.2013