Pressemitteilungen 2011

SU-Chef Otto Wulff wirft BA-Chef Weise wegen mehr Zuwanderung „Kolonialherren-Art-Denken" vor

Die Senioren-Union (SU) hat ihren Vorschlag einer Beschäftigungs-Quote für ältere Arbeitnehmer erneuert und zugleich scharfe Kritik am Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, geübt. Dessen Forderung, den Fachkräftemangel durch zwei Millionen qualifizierte Zuwanderer zu decken, sei „Kolonialherren-Art-Denken", erklärte heute in Berlin der Vorsitzende der zweitgrößten CDU-Bundesvereinigung (57000 Mitglieder), Prof. Otto Wulff. 

Der CDU-Politiker wörtlich:

"Angesichts der Tatsache, dass ältere qualifizierte Arbeitnehmer noch immer zu Zigtausenden vorzeitig in Rente geschickt werden, verbietet es sich von selbst, über mehr Zuwanderung nachzudenken. Herr Weise sollte seine eigenen Statistiken kennen: Dann wüsste er, dass der Fachkräftemangel vor allem Folge einer wenig vorausschauenden Arbeitsmarktpolitik in den letzten 15 Jahren ist. Der Jugendwahn von Personalchefs und die Frühverrentungs-Politik der Vergangenheit haben dazu geführt, dass qualifizierte Stammbelegschaften in den Betrieben regelrecht entkernt wurden."

Otto Wulff weiter: 

"Jetzt gilt es, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen: Fachkräfte müssen so lange wie möglich im Arbeitsleben gehalten und, wo nötig, weitergeschult werden. Die Senioren-Union schlägt deshalb vor, erneut über eine bindende tarifvertragliche Ü 60-Quote für die deutsche Wirtschaft nachzudenken. Dann wird sich der behauptete Fachkräftemangel in den kommenden Jahren zumindest nicht in dem Umfang einstellen, den Herr Weise meint, voraussagen zu müssen. Wer, wie der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, ohne Not mehr Zuwanderung fordert und den Ländern der Dritten Welt sowie den Schwellenländern ihren einzigen nachwachsenden Rohstoff, die Bildung, wegnehmen will, bewege sich in einer rückwärts gerichteten „Kolonial-Art-Mentalität".

Berlin, 16.05.2011

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