Pressemitteilungen 2013

SU-Chef Otto Wulff appelliert an Hersteller: "Senioren nicht mit technischem Schnickschnack überfordern"

Die Unfallbilanz 2012 des Statistischen Bundesamtes bestätigt nach Ansicht der CDU-Senioren-Union, dass ältere Autofahrer weniger häufig schuld an Unfällen sind, als es ihrem Anteil am Verkehrsgeschehen entspricht. Der Chef der Senioren-Union (SU), Otto Wulff, wies unter Berufung auf die heute vom Präsidenten des Wiesbadener Bundesamtes, Roderich Egeler, in Berlin vorgelegten neuen Zahlen darauf hin, dass nur jeder zehnte Hauptverursacher eines Pkw-Unfalls (10,2 Prozent) aus der Altersgruppe 65 bis 75 Jahre stamme. Dagegen sei der Anteil an allen Hauptverursachern von Pkw-Unfällen in der Altersgruppe der 18- bis 24jährigen mit 22,7 Prozent mehr als doppelt so hoch gewesen. Zwar lägen die über 65 Jahre alten Autofahrer, entsprechend ihrem höheren Anteil an der Gesamtbevölkerung, mit 59 Verkehrstoten bezogen auf jeweils eine Million Einwohner über dem Bundesdurchschnitt mit 44 Toten, der Anteil der 18- bis 24jährigen mit 92 Verkehrstoten je eine Million Einwohner sei 2012 jedoch doppelt so hoch gewesen wie der Bundesdurchschnitt, betonte der CDU-Politiker.

Wulff erklärte dazu heute in Berlin weiter: "Die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes widerlegen erneut alle Vorurteile gegen ältere Autofahrer. Entgegen vielfachen Behauptungen fahren Seniorinnen und Senioren deutlich sicherer und umsichtiger als jüngere Verkehrsteilnehmer. Individuelle Auffälligkeiten einzelner älterer Autofahrer rechtfertigen keineswegs altersabhängige Führerscheintests, wie sie die EU plant."

Zugleich appellierte der Chef der zweitgrößten CDU-Bundesvereinigung an die Automobilhersteller, mehr altersgerechte Fahrassistenzsysteme anzubieten. Wulff: "Typische Seniorenunfälle entstehen oft durch Fehlverhalten in komplexen Fahrsituationen. Hier können selbständig arbeitende Fahrassistenzsysteme mit möglichst wenig Bedienungsaufwand helfen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Hersteller sollten die immer wichtiger werdende Zielgruppe der Senioren nicht mit technischem Schnickschnack überfordern."

Berlin, 10.07.2013

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