Pressemitteilungen 2015

Otto Wulff: Sterbende haben künftig Anspruch auf Linderung ihrer Schmerzen

Bessere Palliativ-Versorgung aber auch in Pflegeheimen nötig

Die CDU-Senioren-Union (SU) hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativ-Versorgung grundsätzlich begrüßt. Aus Anlass der Verabschiedung durch das Bundeskabinett erklärte SU-Chef Otto Wulff heute in Berlin:

"Krankenversicherte haben künftig einen Anspruch auf Linderung ihrer Schmerzen am Ende ihres Lebensweges. Die Hospiz-Versorgung und die Palliativ-Medizin als Regelversorgung sind damit keine medizinische Spezialdisziplin mehr, sondern werden endlich zu einem übergreifenden Versorgungsangebot ähnlich der Krankenhausbehandlung, der häuslichen Pflege oder von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Die Bundesregierung stellt  zu Recht die Situation todkranker, sterbender Menschen in den Vordergrund der Betrachtung und nicht allein das Strafrecht."

Allerdings sieht die Senioren-Union im Hinblick auf die Situation sterbender Menschen in Pflegeheimen noch Nachbesserungsbedarf: Hier dürfe es keine unterschiedlichen Standards im Vergleich zu den rund 200 Hospizen in Deutschland geben. In den Pflegeheimen fehle es unter anderem an examinierten Pflegekräften mit Palliativ-Ausbildung, kritisierte der Chef der mit 55.000 Mitgliedern zweitgrößten CDU-Bundesvereinigung.

„Jetzt“, so der CDU-Politiker weiter, „sei der Bundestag am Zuge“. Wulff stellte erneut unmissverständlich klar: "Organisierte Sterbehilfe muss bei Strafe verboten bleiben. Hier kann es keine faulen Kompromisse geben", so der SU-Chef mit Blick auf die Beratungen demnächst im Deutschen Bundestag.