Pressemitteilungen 2015

Otto Wulff: „Einbrecher machen mir mehr Sorgen als die Autofahrer“

Angesichts der höchsten Zahl an Wohnungseinbrüchen seit 1999 hat die CDU-Senioren-Union (SU) „mit kritischer Distanz“ auf den zweiten bundesweiten Blitz-Marathon innerhalb von nur sechs Monaten reagiert. SU-Chef Otto Wulff kritisierte in einer heute in Berlin veröffentlichten Erklärung den seiner Meinung nach unverhältnismäßig hohen polizeilichen Aufwand „in Anbetracht der Tatsache, dass in Deutschland alle vier Minuten ein Wohnungseinbruch begangen wird.“

Der CDU-Politiker betonte, er wolle keineswegs die Notwendigkeit von Geschwindigkeitskontrollen bestreiten, vor allem nicht an Stellen, wo diese im Interesse der Verkehrssicherheit sinnvoll und notwendig seien.  „Allerdings frage ich mich, ob die Polizei derzeit nicht andere Sorgen hat. Vielen älteren Menschen jedenfalls machen Einbrecher mehr Ängste und Sorgen als die Autofahrer“, erklärte der SU-Chef und meinte: „Vor dem Hintergrund der alarmierend hohen Zahl von 152 000 Wohnungseinbrüchen allein in 2014 hätte ich es für dringlicher gehalten, dass die Polizei an diesem Donnerstag einmal demonstrativ Uniform-Präsenz in Wohngebieten gezeigt hätte.“

Wulff begrüßte, dass CDU/CSU und SPD auf ihrer Klausur in Göttingen auch über die steuerliche Förderung von einbruchsicheren Türen und Fenstern beraten wollen: „Die Frage, wie Einbrecher besser abgeschreckt werden können, ist  seit Jahren ein Anliegen der Senioren-Union. Weil sich steuerliche Anreize für Rentner jedoch kaum rechnen, schlagen wir wahlweise eine staatliche Abwrackprämie in bar für den Austausch alter Türschlösser und verrotteter Fenster vor.“

Außerdem regte der SU-Chef an, dass Polizeibeamte nach ihrem Ausscheiden aus dem offiziellen Dienst künftig ehrenamtlich „in Uniform, aber unbewaffnet“ in Wohngebieten auf Streife gehen könnten. Dazu müsse das Ehrenamt weiter gestärkt werden, zum Beispiel, so Wulff, durch die bundesweite Einführung einer Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen unter anderem für Theaterbesuche, öffentliche Schwimmbäder sowie Busse und Bahnen.

Adresse

Bundesgeschäftsstelle der
Senioren-Union der CDU Deutschlands
Konrad-Adenauer-Haus
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin

Kontakt

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Tel.: 030 22070-445
Fax: 030 22070-449
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!