Senioren-Union trauert um ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler - Ein Vordenker für Generationengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt

02.02.2025
Pressemitteilung
vorlesen

Horst Köhler, der neunte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Der einstige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) und CDU-Politiker prägte mit seiner wirtschaftspolitischen Expertise und seinem tiefen sozialen Engagement das Land weit über seine Amtszeit hinaus. „Köhler war ein Präsident, der mit klarem Blick auf die Herausforderungen seiner Zeit schaute, zugleich aber stets an die Gestaltungskraft der Menschen glaubte“, erklärt Helge Benda, kommissarischer Bundesvorsitzender der Senioren-Union der CDU Deutschlands.

Besonders in Erinnerung bleibt seine Rede auf dem 8. Deutschen Seniorentag 2006, in der er eine Gesellschaft skizzierte, in der das Alter nicht als Last, sondern als Chance begriffen wird.

Mit der ihm eigenen analytischen Schärfe und menschlichen Wärme sprach Köhler damals über eine neue Definition des Älterwerdens. „Noch nie waren die Aussichten so gut wie heute, weit jenseits des offiziellen Renteneintrittsalters gesund zu bleiben und gebraucht zu werden“, sagte er. Für Horst Köhler war die Teilhabe Älterer an der Gesellschaft nicht nur eine persönliche Bereicherung, sondern eine gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit.

Seine Überzeugung war es, dass Deutschland angesichts des demografischen Wandels neue Wege gehen müsse: Ältere sollten länger erwerbstätig bleiben können, nicht aus Zwang, sondern weil viele dies wünschten und der Arbeitsmarkt auf ihr Wissen und ihre Erfahrung nicht verzichten könne. Er stellte damals die provokante Frage: „Ich finde, es könnte durchaus auch darüber diskutiert werden, ob starre Altersgrenzen überhaupt noch in unsere Zeit passen.“ Ein Gedanke, der heute mehr denn je an Relevanz gewonnen hat, zumal die CDU Deutschlands die Aktiv-Rente nach der erfolgreichen Bundestagswahl einführen möchte. Nach dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters sollen zukünftig 2.000 Euro Verdienst steuerfrei bleiben; eine Forderung auch der Senioren-Union, um dem Fachkräftemangel im Land zu begegnen.

Horst Köhler sah in den Älteren nicht nur Leistungsträger, sondern auch Mentoren und Vorbilder für die Jüngeren. Er würdigte das Engagement von Senioren in Ehrenamt, Familie und Nachbarschaft und forderte eine stärkere institutionelle Unterstützung. „Ein japanisches Sprichwort sagt: ‚Die größte Kulturleistung eines Volkes sind zufriedene Alte.‘“ Diese Zufriedenheit, so Köhler, entstehe aus Wertschätzung und echter gesellschaftlicher Einbindung.

Seine Gedanken zur Generationengerechtigkeit fanden nicht nur in der Senioren-Union der CDU Deutschlands nachhaltige Resonanz. „Sein Plädoyer für eine solidarische Altersvorsorge, die sowohl heutige als auch künftige Generationen im Blick behält, wirkt bis heute nach“, lobt Helge Benda.

Horst Köhler war ein Mann, der nie den einfachen Weg wählte. Er trat für wirtschaftliche Vernunft und soziale Verantwortung gleichermaßen ein, für Eigeninitiative und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sein Vermächtnis ist ein Deutschland, in dem alle Generationen geschätzt werden.

Die Senioren-Union der CDU Deutschlands verabschiedet sich von einem Staatsmann, der stets Brücken baute – zwischen Alt und Jung, zwischen Wirtschaft und Gesellschaft, zwischen Deutschland und der Welt.